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Gesellschaft Union
- leben zwischen Tradition und Innovation -
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"Chronik ohne Anfang“
lautete der etwas irritierende Einstieg des 1988 von
Hans Hanken verfassten Buchs über die Gesellschaft
Union. Einem Zeitungsbericht von 1885 zufolge gibt es
den Verein bereits seit 1816. Es ist jedoch ungewiss, ob
er nicht schon vorher existierte. Sicher scheint
zumindest zu sein, dass die Gründung der Gesellschaft
Union mit dem steigenden Bedürfnis nach „Pflege der
Geselligkeit“ des Handwerks- und Kaufmannslebens direkt
zusammenhing. Das freie, konkurrierende Spiel der
wirtschaftlichen Kräfte setzte sich mit der
industriellen Revolution und der zunehmenden
Gewerbefreiheit nach der Überwindung des
Feudalismus durch.
Die so von Grund auf
veränderte Welt des Handels und des Handwerks spiegelte
sich Ende des 18. Jahrhunderts auch in der Gründung zahlreicher Clubs und Vereine
wider. Seit dieser Zeit war der eigentliche Zweck der Gesellschaft
Union über ein Jahrhundert lang die Pflege des
geselligen Clublebens:
Handwerker und Kaufleute erfreuten sich an Kartenspiel,
Tabakgenuss und Billard, man las
Zeitung und tauschte Informationen aus. Erst mit den
nun seit mehr als 50 Jahren stattfin-denden
Gilde-Abenden weitete sich der Anspruch der Union
auf den einer berufsständischen Interessenvertretung
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